Digitale Logistik: Best-Practice-Beispiele der Logistikbranche

Auf dem Bild sieht man zwei Lager-Kontrolleure. Beide haben einen gelben Bauhelm an und unterhalten sich gerade über etwas, dass sie auf einem Klemmbrett lesen

Für kleine und mittelständische Unternehmen ergeben sich erhebliche Potenziale in der Entwicklung und Umsetzung von Digitalstrategien: Strukturen und Prozesse können effizienter gesteuert werden und Arbeitsabläufe erleichtert werden. Wir geben Ihnen 3 Best-Practice-Beispiele an die Hand!

Prozesse in Industrie und Logistik werden bereits jetzt schon digitalisiert, automatisiert oder sind von den Veränderungen der Digitalisierung betroffen. Es müssen allerdings keineswegs negative Folgen entstehen, sofern Unternehmen entsprechend reagieren und ihre Herausforderungen als Chancen wahrnehmen. Für kleine und mittelständische Unternehmen ergeben sich erhebliche Potenziale in der Entwicklung und Umsetzung von Digitalstrategien: Strukturen und Prozesse können effizienter gesteuert werden und Arbeitsabläufe erleichtert werden.

Doch welche konkreten Maßnahmen können Logistikunternehmen ergreifen, um mit der rasanten Entwicklung Schritt zu halten? Die Möglichkeiten zur Implementierung neuer Technologien sind vielfältig und wir geben Ihnen im Anschluss drei Best-Practice-Beispiele an die Hand, die die Chancen der Digitalisierung für Unternehmen aus der Logistikbranche veranschaulichen.

1. Anwenderszenario: Selbstfahrende Transportroboter im Warenlager von BLG

Für die Retourenlogistik des Kunden Engelbert Strauss setzt das Logistikunternehmen BLG aus Frankfurt auf Transportroboter, die in Zusammenarbeit mit Roboterexperten der Firma Grenzebach und Softwareentwicklern von inconso realisiert wurden: 75 selbstfahrende Roboter – sogenannte Carrys – transportieren befüllte Regale zu Mitarbeitern an Verpackungsstationen oder holen rückgesandte Waren dort ab. Um Fehler zu vermeiden, zeigen Pick-by-Lampen an den Regalen exakt das Fach mit dem benötigten Artikel an. Die Mitarbeiter arbeiten stationär an ergonomischen Arbeitsplätzen und haben keine zeitintensiven Laufwege mehr. Logistikprozesse lassen sich mithilfe dieses Systems flexibel anpassen und skalieren. Die relativ geringen Investitionskosten machen die Carrys auch für mittelständische Unternehmen interessant: Denn bestehende Gebäude müssen nur geringfügig umgebaut werden, um auf gleicher Fläche mehr Warendurchfluss zu ermöglichen.

2. Anwenderszenario: Das Flottenmanagement des Hamburger Hafens

Das Warenaufkommen im Hamburger Hafen wird sich in den nächsten Jahren fast verdoppeln: Schon 2014 waren täglich etwa 8000 LKW auf dem Hafengelände unterwegs – und 2025 werden schätzungsweise 15000 LKW täglich benötigt. Um diese logistische Großaufgabe zu stemmen, setzt der Hamburger Hafen auf die Plattform smartPORT logistics – eine Koproduktion von SAP, der Telekom und dem Logistikspezialisten DAKOSY.

Speditionen, die das Flottenmanagement von smartPORT logistics nutzen, zahlen eine monatliche Gebühr und erhalten dafür individuelle Informationen über die gesamte Verkehrssituation im Hafen: Staus, freie Parkplätze und Unfälle werden ebenso erfasst wie der individuelle Standort jedes einzelnen Fahrzeugs. Passiert zum Beispiel ein LKW einen Messpunkt auf dem Gelände – einen sogenannten Geofence –, erhält der Fahrer über ein vernetztes Tablet optimierte Routenvorschläge in Echtzeit. Pro LKW lassen sich so 5–10 Minuten Fahrzeit einsparen. Das System arbeitet umso effektiver, je mehr Logistikpartner sich auf der Plattform vernetzen, sodass langfristig der doppelte Warenumschlag auf gleichbleibender Fläche möglich ist.

3. Anwenderszenario: Die digitale Verlade-Dokumentation bei Obermann Logistik

Das Traditionsunternehmen Obermann Logistik zeigt, wie einfach sich die Digitalisierung in bestehende Prozesse integrieren lässt: Auf dem Firmengelände erfolgen täglich je Kunde bis zu 30 Verladungen, die gewissenhaft dokumentiert werden müssen. Früher geschah das mit Checklisten aus Papier, die anschließend von Verwaltungsmitarbeitern eingescannt, zusammengefügt und weiterverarbeitet wurden. Um den Prozess zu vereinfachen, setzt das Logistikunternehmen heute eine digitale Lösung von smapOne ein. Mit einer vom Unternehmen selbst erstellten App erfassen die Mitarbeiter von Obermann Logistik nun während des Verladeprozesses alle wichtigen Informationen, machen ein Foto der verladenen Ware und leiten die Daten an die zuständigen Verwaltungsmitarbeiter weiter. Diese relativ kleine digitale Maßnahme spart wöchentlich etwa 25 Arbeitsstunden ein – und die App kann noch mehr: Mit den gesammelten Daten ist eine lückenlose Dokumentation möglich, die zu einem verbesserten Qualitätsmanagement des Unternehmens beiträgt. Denn Obermann Logistik kann die Verladeprozesse seiner Zulieferer vergleichen und auf einen Blick Auffälligkeiten in der Lieferkette identifizieren.

Digitalisierung in kleinen Schritten meistern

Die Beispiele zeigen, dass Digitalisierung in kleinen Schritten gelingen kann: Schon mit relativ geringen Investitionskosten und überschaubarem Aufwand lassen sich Technologien implementieren, die Logistikprozesse beschleunigen und vereinfachen. Individuelle Lösungen und Anbindungen an bestehende Systeme ebnen auf diese Weise auch kleinen und mittelständischen Unternehmen den Weg in eine digitale Zukunft.

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