Agilität als Schlüsselfaktor der Digitalisierung

Auf dem Bild sieht man mehrere Marathon-Läufer auf einem roten Sportfeld von oben fotografiert.

Agilität gilt als der Treiber der Digitalisierung – und ist durch digitale Tools heute leichter denn je umzusetzen. Aber was verstehen wir unter dem Begriff und welche Vorteile ergeben sich mit agilen Methoden in Unternehmen? Jetzt im Blogbeitrag lesen!

Doch was bedeutet der Begriff genau? Eine trennscharfe Definition gibt es nicht. Aber das Prinzip lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: Agilität ist das Zusammenspiel von Geschwindigkeit, Flexibilität und Fokus. Die sechs Faktoren Markt, Kunde, Organisation, Arbeitsformen, Strategie und Transformation können durch agiles Denken und Handeln neu priorisiert und erfolgreich miteinander verknüpft werden. Agilität steht somit für eine erhöhte Anpassungsfähigkeit.

Agile Unternehmen können in einer immer komplexeren Welt schneller auf Umbrüche reagieren und gleichzeitig qualitativ hochwertige Ergebnisse produzieren. Auch deshalb wird agiles Denken und Handeln in Zukunft ein unerlässlicher Erfolgsfaktor sein.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen Möglichkeiten auf, wie Sie agile Strukturen innerhalb Ihres Unternehmens etablieren – und wie Sie Hindernisse dabei überwinden.

Agilität in Organisation und Führungskultur

Viele deutsche Unternehmen haben die Vorteile der Agilität erkannt: Eine Studie des Bitkom für Etengo zeigt, dass 50 Prozent der deutschen Unternehmen auf agile Methoden im Projektmanagement setzen und 13 Prozent verstärkt IT-Freelancer beschäftigen.

Aber Agilität verändert nicht nur den Arbeitsalltag der Mitarbeiter. Sie stellt althergebrachte Hierarchien gründlich auf den Kopf. Der Chef agiert nicht mehr als alleiniger Entscheider: Er coacht seine Mitarbeiter und ermächtigt sie, selbstorganisiert zu handeln.

Das erfordert eine neue Herangehensweise an Mitarbeiterführung. Es bedeutet aber keinesfalls, dass Führungspersonen keine Verantwortung mehr tragen. Vielmehr geht es darum, dass sie eine klare Strategie vorgeben, die dann von agilen Teams in Eigenverantwortung umgesetzt wird. Führungskräfte müssen nicht mehr ständig für Fragen zur Verfügung stehen und haben mehr Zeit für wichtigere Aufgaben.

Oftmals wird Agilität jedoch mit Chaos gleichgesetzt: Aufgrund der veränderten Hierarchien weiß niemand mehr, was zu tun ist, und am Ende werden Ziele einfach nicht mehr verfolgt. Das ist jedoch nur der Fall, wenn das Prinzip nicht zu Ende gedacht wird. Um Agilität erfolgreich umzusetzen, müssen alle Ebenen zusammenarbeiten und einem klaren Fahrplan folgen.

Agile Strukturen setzen Vertrauen und Kommunikation voraus – und das sollte idealerweise das gesamte Unternehmen umfassen. Viele Versuche, Agilität zu etablieren, scheitern an der falschen Herangehensweise. So macht es wenig Sinn, ganze Abteilungen plötzlich als agil zu erklären. Besser sind agile Teams, die aus Mitarbeitern mit unterschiedlichen Talenten bestehen. Denn nur passend zusammengestellte Einheiten können Aufgaben agil angehen und optimale Lösungen finden.

5 handfeste Tipps für agiles Handeln und Denken

Wenn Sie das Prinzip in Ihrem Unternehmen einführen möchten, sollten Sie alle Unternehmensbereiche miteinbeziehen. Denn Agilität ist kein isoliertes Tool, sondern eine umfassende neue Denk- und Handlungsweise. Alle Beteiligten müssen stets miteinander kommunizieren, denn nur so können Probleme schnell erkannt und gelöst werden. Folgende fünf Methoden lassen sich einfach umsetzen und sorgen dafür, dass Agilität gelingt:

Optimalerweise beginnen agile Teams den Arbeitstag mit einem 15-minütigen Meeting am Morgen: Ein sogenannter Scrum Master übernimmt die Leitung und sorgt dafür, dass jeder zu Wort kommt. Die Teammitglieder erläutern, welche Aufgaben anstehen und wie der Plan für den Tag aussieht.

  • Etwa einmal monatlich sollten sich agile Teams zu einer Rückschau treffen: Was lief gut und wo ist Verbesserungsbedarf – und welche neuen Ziele sollen bis zur nächsten Rückschau umgesetzt werden?
  • Ein Whiteboard sorgt für ein verbessertes Projektmanagement: Aufgaben werden in Teilbereiche untergliedert, einzelnen Mitarbeitern zugeordnet und jeweils mit dem aktuellen Status versehen – so sieht jeder, was schon erledigt oder noch in Arbeit ist.
  • Um auch Mitarbeiter außerhalb des Teams einzubeziehen, sollten wöchentliche freiwillige Treffen stattfinden, die allen offenstehen. Jeder kann ein Thema vorstellen und eine Diskussion anregen. So können auch teamübergreifend Lösungen gefunden werden.
  • Nutzen Sie ihre Teammeetings stets für konstruktives Feedback: Regelmäßige Treffen sollten es den Teammitgliedern stets erlauben, offen, ehrlich und ungeschönt über Fehler zu sprechen. Ganz nach dem Prinzip “bottom-up” sind auch Projektmanager und Führungskräften in das Feedback einzubeziehen. Die gemeinsame Auseinandersetzung führt zu neuen Lösungen und verbessert den Teamzusammenhalt.

Anpassungsfähig in eine erfolgreiche Zukunft

Die Digitalisierung bringt tiefgreifende Veränderungen – und Agilität ist ein Schlüsselfaktor, um dem erfolgreich zu begegnen. Sie verlangt neue Hierarchien, denn Chefs agieren als Coaches und setzen vermehrt auf die Selbstorganisation ihrer Mitarbeiter. Damit agile Strukturen erfolgreich sind, müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen und ständig konstruktiv kommunizieren.

Wenn Agilität gelingt, erhöht sie die Anpassungsfähigkeit Ihres Unternehmens – und ist deshalb ein erfolgskritischer Faktor für eine gelungene Digitalstrategie.

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