Digitale Transformation in der Industrie: Fördermöglichkeiten für Unternehmen

Das Bild zeigt einen leeren Konferenzraum mit mehreren Bildschirmen, gesehen durch eine lila-blaue Zahlenmatrix.

So vielfältig sind die Fördermöglichkeiten für den digitalen Wandel im deutschen Mittelstand.

Weite Teile der mittelständischen Unternehmen in Deutschland schöpfen das Potenzial der Digitalisierung nicht aus – das ergab zuletzt eine Untersuchung von KfW-Research, dem volkswirtschaftlichem Kompetenzzentrum der KfW-Förderbank. Um die digitale Transformation im deutschen Mittelstand anzukurbeln, hat die Bank den Förderschwerpunkt Digitalisierung in ihr Repertoire aufgenommen. Auch der Bund fördert Unternehmen, die Arbeitsabläufe dank neuer Technologien vereinfachen möchten. Wir stellen die wichtigsten staatlichen Fördermöglichkeiten vor.

Förderprogramm „go-digital“ des BMWi

Das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet zur Zeit an der Digitalisierung der deutschen Wirtschaft und hat das Programm „go-digital“ etabliert. Dieses soll speziell kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei ihrem Weg ins digitale Zeitalter begleiten. Darunter fallen Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern, deren Jahresumsatz (bzw. Jahresbilanz) im Vorjahr 20 Millionen Euro nicht überschritten hat.

Das Programm unterstützt Unternehmen und Handwerksbetriebe dabei, ihre Geschäftsprozesse mit Hilfe digitaler Lösungen zu optimieren. Dabei stehen den KMU autorisierte Beratungsunternehmen zur Verfügung, die alle Formalitäten übernehmen und auch den Förderantrag selbst stellen. Die Förderung ist mit drei Schwerpunkten, sogenannten Modulen, möglich:

  • Digitalisierte Geschäftsprozesse: Das Ziel dieses Förderprogramms ist es, Arbeitsabläufe möglichst durchgehend zu digitalisieren. Dazu werden e-Business-Lösungen im Unternehmen eingeführt. Die Leistungen der Beratungsfirma sind vom Wissens- und Erfahrungsstand des Teams abhängig.
  • Digitale Markterschließung: In diesem Modul entwickelt das Unternehmen mit Hilfe der Beratung eine Online-Marketing-Strategie, um eine professionelle und sichere Internetpräsenz aufzubauen. Dazu gehört zum Beispiel der Aufbau eines Online-Shops, aber auch Website-Monitoring und die Einführung von Social-Media-Kanälen des Unternehmens.
  • IT-Sicherheit: Dieses Modul soll Unternehmen darin unterstützen, sich vor Cyberkriminalität zu schützen und IT-Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. 

Weitere Fragen zu „go-digital“ beantwortet das Bundeswirtschaftsministerium hier.

Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse

Von den Experten lernen und eigene Geschäftsablaufe optimieren – diese Idee steckt hinter der Initiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“. Das zentrale Element der Initiative sind 23 „4.0-Kompetenzzentren“ und vier Agenturen, die in ganz Deutschland verteilt sind. In Demonstrations- und Lernfabriken bündeln die Kompetenzzentren relevantes Wissen zur Digitalisierung und bieten Unternehmen eine Anlaufstelle für ihre eigene Zukunftsstrategie. Gerade kleine Betriebe sollen von dieser „Digitalisierung zum Anfassen“ profitieren.

Unterstützt werden die Kompetenzzentren von 4.0-Agenturen, deren Schwerpunkte Cloud Computing“, „elektronischer Handel“, „betriebliche Prozesse“ und „Kommunikation“ sind.

Eine Übersicht der Kompetenzzentren gibt es hier.

unternehmensWert:Mensch plus (uWM plus)

Wie werden Menschen in Zukunft arbeiten? Das ist eine der zentralen Fragen unserer Zeit. Arbeitnehmer und Unternehmen müssen sich gleichermaßen auf Veränderungen einstellen, um dem globalen Wettbewerb im digitalen Zeitalter standzuhalten. Gerade kleine und mittlere Unternehmen müssen daran arbeiten, die Chancen der Digitalisierung auszuschöpfen. Hier setzt das Projekt „unternehmensWert: Mensch plus“ (uWM plus) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales an. Das Projekt fördert Lern- und Experimentierräume in Unternehmen, in denen innovative Arbeitskonzepte entstehen sollen.

Konkret bedeutet das, dass Führungsprojekte und Mitarbeiter gemeinsam praktische Maßnahmen entwickeln, mit denen das Unternehmen der Digitalen Transformation begegnet. Dabei werden sie von einem autorisierten Prozessberater begleitet.

Als Beispiele nennt das Ministerium ein Unternehmen der Sozialwirtschaft, das im Rahmen des Projekts ein System von Arbeitszeitkonten entwickelt, um seinen Angestellten mehr Flexibilität zu bieten.

ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit der KfW-Bank

Auch die Förderbank „Kreditanstalt für Wiederaufbau“ (KfW) hat das Thema Digitalisierung für sich entdeckt. Seit dem vergangenen Jahr bietet sie daher den „ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“ an, der Unternehmen durch günstige Kreditkonditionen die Digitalisierung von Produkten, Produktionsprozessen und Verfahren erleichtern soll.

Den Kredit können mittelständische Unternehmen sowie Freiberufler beantragen, die als „digital“ oder „innovativ“ gelten und seit mindestens zwei Jahren am Markt sind. Sie müssen mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllen:

  • Mehr als 20% Wachstum pro Jahr bei Umsatz oder Beschäftigtenzahl im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre
  • Mindestens 10% Betriebskostenanteil für Forschung und Entwicklung in jedem der vergangenen drei Jahre
  • Innovationspreis der EU in den vergangenen 24 Monaten
  • Innovationsförderung durch Staat oder EU in den vergangenen 36 Monaten.

Weitere Informationen zum Kredit gibt es hier.

Die verschiedenen Förderprogramme zeigen, dass es dem Bund inzwischen ernst ist mit der Digitalisierung der deutschen Wirtschaft. Auch die Bundesländer haben inzwischen verschiedene Förderprogramme entwickelt. Unternehmen, die eine Optimierung ihrer Geschäftsprozesse ins Auge gefasst haben, sollten sich daher unbedingt erkundigen, ob es geeignete Fördermittel für sie gibt.

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