Lagerlogistik 4.0 – Das Warenlager der Zukunft ist digital

Die Lagerlogistik 4.0 macht sich bereit für eine digitale Zukunft. Die Digitalisierung hält für die Lagerhaltung immense Potentiale und Chancen bereit. Wir zeigen, in welche Technologien Sie jetzt investieren sollten!

Die Digitalisierung verändert die Logistik nachhaltig – zukünftig werden sich Waren innerhalb eines vollautomatisierten Warenlagers selbst versenden und ihren Standort jederzeit in Echtzeit übermitteln. Diese Entwicklung vollzieht sich rasant und schon heute sorgen digitale Technologien für eine effizientere Warenabwicklung in Warenlagern.

Innerhalb der gesamten Logistik nimmt die Lagerlogistik eine herausragende Stellung ein, denn hier laufen zahlreiche Prozesse zusammen: Waren kommen an, werden sortiert, gelagert und anschließend zum Kunden versandt. Alle Prozesse innerhalb dieser Kette, die automatisiert und vernetzt ablaufen, werden unter dem Begriff Lagerlogistik 4.0 zusammengefasst. Dieses digitale Warenlager wird auch als Warehouse 4.0 bezeichnet.

In der Regel ersetzen digitale Prozesse analoge Abläufe schrittweise, sodass alte und neue Technologien nebeneinander existieren. Die verschiedenen Möglichkeiten der Lagerlogistik 4.0 und die Trends für die Zukunft stellen wir Ihnen im folgenden Artikel kurz vor.

Neue Herausforderungen für die Lagerlogistik

Die Ansprüche an die Lagerlogistik sind in den letzten Jahren gestiegen: Der Online-Handel verzeichnet stetig Zuwächse und die Verbraucher erwarten eine schnelle und reibungslose Warenlieferung – oftmals weltweit. Auch im B2B-Bereich müssen Bestellungen immer schneller abgewickelt werden. Um mit der Konkurrenz mitzuhalten, ist eine effiziente, kostengünstige und fehlerfreie Lagerlogistik deshalb enorm wichtig. Demnach bilden digitale Prozesse innerhalb des Lagers einen wichtigen Baustein für eine zukunftsfähige Unternehmensstrategie. Doch auch schon heute existieren zahlreiche Möglichkeiten für eine digitale Prozessoptimierung innerhalb des Lagers.

Die automatische Identifikationstechnologie:

Wenn Waren im Lager ankommen, werden zunächst Qualität und Menge überprüft, bevor sie in das Lagerverwaltungssystem eingepflegt werden. Mithilfe automatischer Identifikation über Sensoren werden zum Beispiel relevante Daten automatisch und papierlos übertragen. Über Bluetooth können zudem alle beteiligten Stationen miteinander kommunizieren, sodass Informationen über Anzahl und Position der Ware jederzeit in Echtzeit zur Verfügung stehen.

Transportroboter:

Schon heute übernehmen Roboter Aufgaben innerhalb des Lagers: Sie transportieren und kommissionieren eigenständig – und schließen sich gegebenenfalls zu Transportverbünden zusammen, um große Güter zu transportieren. Die Mitarbeiter bleiben stationär an ihrem Arbeitsplatz, lange Laufwege entfallen. Das spart Zeit und Kosten und ermöglicht auch älteren Mitarbeitern einen ergonomischen Arbeitsplatz.

Datenbrillen und Pick-by-Technologien:

Die analogen Picklisten zur Kommissionierung werden mittlerweile immer häufiger von digitalen Prozessen abgelöst: Datenbrillen oder Datenhandschuhe – sogenannte Wearables – mit Pick-by-Funktion zeigen Mitarbeitern zum Beispiel durch ein visuelles Signal den exakten Standort einer Ware an. Das erspart zeitaufwendiges Suchen und reduziert die Fehlerquote. Diese Systeme kommen auch in Kombination mit Transportrobotern zum Einsatz: Der Roboter transportiert ein Regal zum Mitarbeiter, der anschließend mithilfe der Pick-by-Technologie die richtige Ware entnimmt.

Warehouse 4.0 – Drei Zukunftstrends der Warenlogistik

Wearables werden in Zukunft verstärkt zum Einsatz kommen: Nicht nur als Datenbrillen oder Datenhandschuh, sondern auch als Exoskelette. Das sind am Körper tragbare Stützroboter, die mithilfe von Sensoren Bewegungen unterstützen und somit Mitarbeitern körperschonendes Tragen schwerer Güter ermöglichen.

Im Warehouse 4.0 der entfernteren Zukunft werden Maschinen die körperliche Arbeit der menschlichen Mitarbeiter gänzlich übernehmen: Roboter werden mithilfe von Big Data und künstlicher Intelligenz vollkommen autonom arbeiten und Prozesse selbstständig ausführen. Selbstlernende Systeme und Algorithmen werden zum Beispiel voraussagen können, wann die ersten Bestellungen aufgrund einer laufenden Werbekampagne eingehen. Arbeitskraft und Warenbestand im Warenlager können somit stets an die tatsächlichen Anforderungen angepasst werden.

Der sogenannte Informationstransport wird den Versand physischer Waren in einigen Bereichen ersetzen: Anstelle des Produkts wird nur mehr die Information versandt. Der Kunde druckt sich zum Beispiel ein Ersatzteil per 3-D-Drucker aus. Diese Entwicklung wird langfristig zu verringerten Lagerflächen und einer virtuellen Lagerhaltung führen.

Mit neuer Technologie in die digitale Zukunft

Lagerlogistik 4.0 ist ein wichtiger Baustein innerhalb der Logistik 4.0. und es wäre für Unternehmen fatal, den Einstieg in das digitale Warenlager zu verschlafen. Digitale Technologie beschleunigt Prozesse, sorgt für Kostenersparnisse und eine geringere Fehlerquote: Aspekte, die in Zukunft unerlässlich sein werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies bedeutet nicht, dass Unternehmen von jetzt auf gleich ihre komplette Infrastruktur austauschen müssen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Schon die Implementierung einzelner Anwendungen ist ein Schritt in die digitale Zukunft. Denn die Digitalisierung vollzieht sich in Etappen: Wenn einmal die ersten digitalen Anwendungen Einzug gehalten haben, lassen sich neue Technologien leichter integrieren. Auf diese Weise entsteht nach und nach das digitalisierte und vernetzte Warehouse 4.0, das bestens für die Zukunft gewappnet ist.

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