Am von Sven Zuschlag in IT & Innovationsmanagement | Arbeitsplatz der Zukunft

Innovation durch Fehlerkultur: Erfolgreich in die digitale Transformation

Auf dem Bild ist auf einem türkisen Papier das Wort creative drauf geschrieben mit einer Glühbirne daneben gezeichnet. Jemand hält einen Stift mit der Hand und schreibt gerade diese Worte.

Im digitalen Zeitalter sind Unternehmen darauf angewiesen, neue Geschäftsideen und bahnbrechende Lösungen für die Probleme ihrer Kunden zu entwickeln. Anders gesagt: Sie müssen sich mit Innovationen gegen die globale Konkurrenz durchsetzen. Innovative Ideen entstehen aber nur in einem Umfeld, in dem Mitarbeiter ihrer Kreativität freien Lauf lassen können - ohne Angst zu haben, dass sie für Fehler sanktioniert werden. Eine positive Fehlerkultur ist also eine Grundvoraussetzung für Innovationen.

Was Sie in diesem Artikel über Innovationen und Fehlerkultur lernen:

  • Eine positive Fehlerkultur ermutigt Unternehmen dazu, neue Ideen zu entwickeln, ohne Angst vor Fehlern zu haben.
  • Geschäftsführungen sind dafür verantwortlich, ihre Mitarbeiter zu Kreativität zu ermutigen und Querdenker zu rekrutieren.
  • Solche Mitarbeiter treiben die Innovationskultur des Unternehmens entscheidend voran.

Keine Angst vorm Scheitern: Eine positive Fehlerkultur schaffen

Traditionell sind Fehler negativ besetzt: Sie kosten das Unternehmen im schlimmsten Fall Geld, Arbeitszeit und führen damit zu unzufriedenen Kunden. Viele Geschäftsführungen vermitteln ihren Mitarbeitern daher, bewusst oder unbewusst, das Gefühl, dass sie auf keinen Fall Fehler machen dürfen. Diese Einstellung führt jedoch dazu, dass Mitarbeiter altbekannte Arbeitsweisen wählen und nicht nach neuen Lösungswegen suchen. Sie sind regelrecht gelähmt vor Angst, dass sie einen Fehler machen und damit ihre Karriere gefährden könnten.

Diese lähmende Angst kennt Inka Grund auch von ihrer Arbeit beim “Theater Erlebnis” in Hannover. Vor einigen Wochen erklärte sie im Interview mit smapOne, dass es eine wichtige Aufgabe von CEOs und Managern sei, ihren Mitarbeitern die Angst zu nehmen: “Ich kann nicht als Chef hingehen und sagen: ‘Seid doch mal bereit, Fehler zu machen!’ Nein, es ist die Kultur, die Atmosphäre, die ich als Chef schaffe.”

Führungskräfte sind also dafür verantwortlich, eine positive Fehlerkultur in ihrem Unternehmen zu schaffen. Eine solche Kultur basiert auf dem Leitsatz:

“Fehler können passieren und gehören zu einem normalen Arbeitsablauf dazu. Nur im Team können wir offen darüber sprechen und dafür sorgen, dass dieselben Fehlerquellen in Zukunft vermieden werden.”

Der Gedanke der positiven Fehlerkultur ist unter Wirtschaftsexperten mittlerweile auch deshalb so beliebt, weil ein falscher Umgang mit Fehlern für Unternehmen langfristig teuer ist. Wie die Keynote Speakerin Anne Schüller herausstellt, entstehen einem Unternehmen durch Vertuschen von Fehlern gleich fünffache Kosten:

  1. Es entstehen hohe Aufwendungen für fehlerhafte Leistungserstellungen sowie
  2. notwendige Mängelbeseitigung.
  3. Durch Abwanderung der enttäuschten Kundschaft sinkt der Umsatz.
  4. Daraus ergibt sich eine schlechte Reputation des Unternehmens
  5. und letztlich ein Vertrauensverlust der verbliebenen Kundschaft.

Unternehmen können diese Kosten vermeiden, indem sie ihre Mitarbeiter dazu ermuntern, Fehler rechtzeitig zuzugeben und gemeinsam Lösungsansätze zu finden. Weitere Tipps für eine positive Fehlerkultur haben wir in diesem smapOne-Blogartikel zusammengefasst.

Innovativ dank positiver Fehlerkultur

Eine positive Fehlerkultur zahlt sich für Unternehmen aber nicht nur aus, um eine teure Fehlervertuschung zu vermeiden. Sie ist die Grundlage für ein Klima, in dem Innovationen entstehen können. Denn diese sind im Grunde nichts Anderes als Lösungen für Probleme, die Kunden schon lange haben. Entscheidend ist dabei, dass sie nicht nur graduell besser sind als alles bisher Vorhandene, sondern einen komplett neuen Ansatz verfolgen.

Unternehmen können zukünftig also nur dann bestehen, wenn sie Innovationen durch einen Kulturwandel bewusst vorantreiben. Dazu gehört nicht nur, dass sie ihren Mitarbeitern Freiräume bieten und sie ermutigen, Neues auszuprobieren und gegebenenfalls Fehler zu machen. Sie sollten auch bewusst Innovatoren rekrutieren, die Unternehmergeist mitbringen und neugierig so lange nach einer Lösung finden, bis sie ein bestimmtes Problem gelöst haben. Diese Querdenker treiben die Innovationskultur im Team entscheidend voran und sorgen dafür, dass sich immer mehr Mitarbeiter an neue Ideen heranwagen.

Ein positiver Umgang mit Fehlern und Mut zu Innovationen wirkt sich also langfristig auf die Überlebensfähigkeit des Unternehmens aus. Das weisen sogar wissenschaftliche Studien nach. Demnach ist eine positive Fehlerkultur besser geeignet als die Leistungen vergangene Vergangenheit, um die zukünftige Profitabilität eines Unternehmens vorauszusagen.

Sven Zuschlag

Sven Zuschlag (CEO)

Sven Zuschlag

Als Vorstand der smapOne AG liegt der Schwerpunkt von Sven Zuschlag auf Strategie und Sales & Marketing. Bis 2014 leitete er den Solution-Partner-Channel bei Microsoft. Als Vertriebsleiter verantwortete er 200 direkt betreute Lösungs-Partner mit ungefähr 550 Niederlassungen. Als studierter Diplom-Betriebswirt mit über 18 Jahren Berufserfahrung in verschiedenen Unternehmen und Rollen kennt er die Trends und die Anforderungen von Unternehmen an moderne IT genau.

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