Am von Thomas Schwarz in IT & Innovationsmanagement

In 5 Schritten zur No-Code-Strategie: Digitalisieren Sie sich doch einfach selbst!

In fünf Schritten zur No-Code-Strategie

Beschleunigt durch die Pandemie stehen viele Unternehmen und deren Abteilungen plötzlich unter erheblichem Digitalisierungsdruck. Digitale Geschäftsideen, Cloud- und Remote-Services schießen wie Pilze aus dem Boden. Trotzdem kommt die digitale Transformation oft als Stückwerk daher oder geht nur schleppend voran.

Woran liegt das?

Fachkräftemangel, Kostendruck und schlechte Kommunikation zwischen Fachabteilung und IT sind nur einige Stolpersteine, die den Weg zum digitalen Unternehmen erschweren. IT-Abteilungen kommen oft schlicht nicht hinterher, die Anforderungen der Fachabteilungen zu erfüllen. Hinzu kommt, dass Eigenentwicklungen meist sehr lange dauern und schwerfällig sind. Die aktuelle Studie der techconsult GmbH (Q1 2021) zeigt, dass 49% der Verantwortlichen die Anpassungsfähigkeit von IT-Lösungen bemängeln und weitere 43% mit den bisherigen Release-Zyklen unzufrieden sind. Die Einführung einer No-Code-Plattform schafft hier Abhilfe. Denn damit können auch Laien ohne IT-Kenntnisse innovative Apps bauen und so die eigenen Prozesse digitalisieren – und das in einem Bruchteil der Zeit.

Unsere Top 4 der Digitalisierungsblockaden:

  • Fachkräftemangel
  • Informationssilos
  • Überlastung von IT-Abteilungen
  • Komplexe und schwerfällige IT-Strukturen

Zukunftsthema Low Code / No Code

Tatsächlich waren No Code und Low Code auch vor der Pandemie schon heiße Themen. Doch durch die Krise sind sie enorm befeuert worden. Die Studie der techconsult GmbH offenbart riesiges Potential für Low-Code- und No-Code-Development in deutschen Unternehmen: 43% haben bereits erste Projekte realisiert – diese stecken aber zumeist noch in den Kinderschuhen. Ein weiteres Fünftel der Unternehmen plant den Einsatz von Low- oder No Code in den kommenden Monaten und Jahren.

Die Studie zeigt aber auch: Oft wird das Prinzip noch unzureichend umgesetzt. IT-Abteilungen und Management sehen Risiken z. B. bei der Datensicherheit oder haben Angst vor Schatten-IT und blockieren deshalb die Entwicklung – auch Mitarbeiter stehen den neuen Anforderungen oft skeptisch gegenüber.

Wie geht man nun also die Sache strategisch an, ohne dabei im Chaos zu versinken? Wir zeigen Ihnen, wie sie in fünf Schritten eine tragfähige No-Code-Strategie aufbauen.

SCHRITT 1

Finden Sie einen End-to-End-Partner

Ein App-Baukasten ist noch keine App. Ein digitaler Prozess ist noch keine Strategie. Auf dem Weg zu Ihren digitalen Prozessen werden Sie Unterstützung brauchen. Vom Proof of Concept über Schulung von Mitarbeitern und Unterstützung bei der Entwicklung bis hin zur Begleitung Ihrer neuen Innovationskultur. Mit einem Partner, der Sie von Anfang an betreut, sind Sie beim Einsatz von No Code auf der sicheren Seite. Bei smapOne begleiten Sie unsere Experten auf dem gesamten Weg – von der Idee bis zur produktiven digitalen Lösung – und stehen dabei jederzeit unterstützend zur Seite.

 

SCHRITT 2

Wildwuchs und Sicherheitsprobleme von Anfang an verhindern

Kann die hausinterne IT-Abteilung den Anforderungen der Fachabteilungen nicht gerecht werden, beginnen diese, das Zepter selbst in die Hand zu nehmen. Excel-VBA-Programmierungen, freie Apps aus den Stores oder Open-Source-Cloud-Lösungen können dann sicherheitsrelevante und in regulierten Branchen auch rechtliche Probleme verursachen. Deshalb gilt es, die Fachbereichs-IT in einer unternehmensweiten IT-Governance zu integrieren und diese zu kommunizieren, um die Awareness der Beteiligten zu erhöhen. No-Code-Lösungen können zunächst in einer Abteilung zum Einsatz kommen, sollten dann aber zentral zur Verfügung gestellt werden. So kommt es erst gar nicht zu einem unüberschaubaren IT-Wildwuchs. smapOne gewährleistet die nötige Kontrolle und Transparenz durch ein „Enterprise Cockpit“. Dieses mächtige Werkzeug dient dazu, Schatten-IT zu vermeiden, verbindliche Anforderungen zu gewährleisten, neue vorteilhafte Use Cases frühzeitig zu identifizieren und zentral zu skalieren.

Lesen Sie mehr darüber, wie Sie Schatten-IT und Wildwuchs verhindern.

 

SCHRITT 3

Mitarbeiter zu Citizen Developern entwickeln – Knowhow stärken

Ein weiterer Hemmschuh auf dem Weg zur ausgereiften No-Code-Strategie ist das Knowhow der Mitarbeiter. Ein Viertel aller befragten Verantwortlichen gibt an, dass fehlende Skills der Mitarbeiter in den Fachabteilungen ein Grund gegen den Einsatz von Low Code oder No Code in ihrem Unternehmen sind. Um Mitarbeiter zu Citizen Developern zu entwickeln, können Sie verstärkt interne und externe Schulungen einsetzen. Unsere Mission ist es, Menschen zu motivieren und zu befähigen, Innovationen und Digitalisierung vorabzutreiben. Dafür bieten wir professionelle Workshopformate auf Augenhöhe an, ebenso wie spielerische Hackathons, Video-Tutorials und unsere smapCademy – das Online-Schulungsformat für einen unabhängigen, schnellen Start Ihrer Mitarbeiter als Creatoren.

 

Definition

Was ist Citizen Development?

Menschen ohne tiefgreifende IT-Kenntnisse entwickeln Business-Apps in und für Fachabteilungen mithilfe von Low-Code- und No-Code-Tools wie Drag-and-Drop-Editoren, Code-Generatoren und dergleichen. Mehr Infos zum Citizen Development.

SCHRITT 4

Vernetzung von IT- und Fachabteilungen

Informationssilos gibt es nicht nur zwischen Fachabteilungen, auch zur IT-Abteilung stockt oft der informative Austausch. Hier hilft nur eine enge Vernetzung von IT und Fachbereichen. Regelmäßige Abstimmungen zwischen allen relevanten Stakeholdern und eine gemeinsame Strategie unterstützen dabei, Kommunikationssilos zu überwinden, Anforderungen klar zu formulieren und sich gegenseitig über anstehende Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten – kurz – an einem Strang zu ziehen.

Als besonders fruchtbar hat sich hierfür die Brückenkopf-Strategie herausgestellt: Hierbei wird neben den Creatoren eine weitere Gruppe etabliert. Ihre Aufgabe: Verhindern, dass Creatoren-Teams das Rad immer wieder neu erfinden. Dazu wird aus jedem Projektleiter-Team ein Vertreter benannt. Diese „Brückenköpfe“ stimmen regelmäßig über die Pläne und Fortschritte beim Bau neuer smaps ab und fungieren als Brückenbauer zwischen den Abteilungen.

Auf der Ebene der Mitarbeiter ist es wichtig, sie frühzeitig – zum Beispiel durch einen smapOne-Ideenworkshop – in den Entwicklungsprozess einzubeziehen und sie umfassend über den Einsatz und die Möglichkeiten von Citizen Development zu informieren. Auch die Erfolge regelmäßig zu kommunizieren, gehört dazu. Informierte Menschen stehen neuen Projekten offener gegenüber und sind eher bereit, diese Vorhaben zu unterstützen.

SCHRITT 5

Prozesse selbst digitalisieren – mit Spaß bei der Sache

Selbst digitalisieren macht Spaß. Erfolgreiche Citizen Developer sind stolz auf ihre Errungenschaften – so werden diese Creatoren zu Multiplikatoren und beeinflussen nebenbei das Mindset der anderen Mitarbeiter. Seinen eigenen Einflussbereich im Unternehmen mitgestalten zu können, heißt, sich mehr mit der Arbeit und dem Unternehmen zu identifizieren – die Motivation und der Wille zur Innovation steigen wie von selbst.

Trotzdem kann es nicht schaden, ein Anreizsystem für Citizen Developer zu etablieren. Spannende Ideenworkshops, Awards, Wettbewerbe oder Incentives lassen den Spaß beim Entwickeln nicht zu kurz kommen.

Ein Pro-Tipp zum Schluss:

Das Zauberwort heißt "Loslassen": Geben Sie Ihren Mitarbeitern Zeit und Raum, Neues auszuprobieren, auch mal Fehler zu machen, neue Lösungen spielerisch zu erkunden. Nur durch Versuch und Irrtum lernen wir und ebnen so der Innovation den Weg.

Lesetipp: Warum innovative Unternehmen eine Spielkultur pflegen.

 

Digitalisierung Schritt für Schritt – Ohne Risiko, mit Köpfchen und Spaß

Low Code und No Code sind gekommen, um zu bleiben. In Zeiten des IT-Fachkräftemangels und hohem Digitalisierungsdruck sind Unternehmen gehalten, ihre Fachabteilungen zu motivieren, selbst Digitalisierungsprojekte in Angriff zu nehmen. Möglich ist das durch die Einführung von No-Code-Plattformen. Erfolgskritisch ist dabei ein planvolles Vorgehen Schritt für Schritt:

  1. Finden Sie einen kompetenten Partner!
  2. Schaffen Sie eine übersichtliche IT-Governance, um Wildwuchs zu verhindern!
  3. Schulen und motivieren Sie Ihre potenziellen Creatoren!
  4. Ermöglichen Sie die enge Vernetzung von IT- und Fachabteilungen!
  5. Haben Sie Spaß! Probieren Sie etwas aus – es kann nichts kaputt gehen!

Auch ein langer Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Mit einem Partner wie smapOne an Ihrer Seite, der Sie von der Planung bis zur Umsetzung begleitet – steht einer glorreichen No-Code-Zukunft nichts mehr im Wege.

Haben Sie noch Bedenken, No Code in Ihrem Unternehmen einzuführen?

Zögern Sie nicht, unsere Experten für ein individuelles Beratungsgespräch zu kontaktieren. Wir haben gemeinsam mit Unternehmen verschiedenster Branchen Erfolgsgeschichten geschrieben.

Wir helfen auch Ihrem Business bei der schnellen DIY-Digitalisierung Ihrer Fachabteilungen.

Thomas Schwarz

CTO/Vorstand

Thomas Schwarz

Als Vorstand der smapOne AG liegt der Fokus von Thomas Schwarz auf Produktentwicklung und Datensicherheit. Vorher verantwortete er als Vice President das Anwendungsentwicklungsgeschäft eines IT-Beratungshauses mit rund 750 Mitarbeitern. Seine tiefgreifende Erfahrung in der Softwareentwicklung, speziell im Mobile Business Umfeld, konnte er in unterschiedlichen Branchen als Berater, Teamleiter und Manager sammeln. Neben der fachlichen Erfahrung und Kompetenz als Manager zeichnet den studierten Diplom-Medienberater die Fähigkeit aus, auch hochkomplexe Sachverhalte verständlich darzustellen und in die Sprache der jeweiligen Zielgruppe zu übersetzen.

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